#043 Warum wir so gerne beim Alten bleiben
26. Juli 2026
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Und was wirklich nötig ist, damit Veränderung gelingt
Genau diese Frage beschäftigt mich seit vielen Jahren: Warum bleiben wir so oft beim Alten?
Je länger ich Menschen begleite, desto mehr bin ich überzeugt, dass die meisten gar nicht an fehlendem Wissen scheitern. Sie scheitern daran, dass sie ihr Wissen nicht lange genug wirken lassen.
Vor Kurzem habe ich einen Erfahrungsbericht gelesen, der mich begeisterte. Ein Mann erzählte, wie er mehr als 580 Videos von Bob Proctor übersetzt und produziert hat. Tag für Tag. Monat für Monat. Irgendwann stellte er fest, dass sich sein eigenes Denken verändert hatte. Die Gedanken von Bob Proctor wurden Schritt für Schritt zu seinen eigenen. Besonders beeindruckt hat mich eine Stelle: Einen einzigen Satz musste er fünfmal übersetzen und überarbeiten, bis er Bobs Botschaft und ihre ganze Kraft fehlerfrei transportieren konnte.
Als ich diesen Bericht gelesen habe, musste ich sofort an meine Mentorings denken. Immer wieder erkläre ich meinen Mentees dieselben Aussagen. Nicht, weil sie sie nicht gehört hätten. Sondern weil zwischen etwas zu hören und es wirklich zu verstehen der entscheidende Unterschied liegt. Erst wenn wir beginnen, die Zusammenhänge zu erkennen und die Gedanken bewusst im Alltag anzuwenden, verändert sich unser Denken. Und genau dort beginnt nachhaltige Veränderung.
Diese Erkenntnis zieht sich wie ein roter Faden durch meine Arbeit. Sie erklärt, warum Menschen trotz bester Vorsätze immer wieder in alte Muster zurückfallen. Und sie erklärt gleichzeitig, warum manche Menschen ihr Leben völlig verändern, obwohl sie anfangs gar nicht mehr Wissen hatten als andere.
Unser Unterbewusstsein entscheidet schneller als unser Verstand
Wir Menschen halten uns gerne für vernünftig. Wir glauben, dass wir unsere Entscheidungen bewusst treffen. Doch wenn wir ehrlich sind, erleben wir jeden Tag das Gegenteil.
Wir nehmen uns vor, heute ruhig zu bleiben. Dann genügt ein einziger Satz eines Kollegen oder eines Familienmitglieds und schon reagieren wir gereizt. Wir beschließen, gesünder zu essen. Wenige Stunden später greifen wir ganz automatisch zur Schokolade. Wir möchten früher Feierabend machen und verbringen den Abend trotzdem wieder mit E-Mails oder Aufgaben, die eigentlich auch morgen noch Zeit hätten.
Wenn ich Menschen frage, warum sie so gehandelt haben, bekomme ich gerne diese Antwort: „Ich weiß eigentlich gar nicht, warum ich das gemacht habe.“ Genau das ist der Punkt.
Unser Unterbewusstsein arbeitet wesentlich schneller als unser bewusster Verstand. Es greift auf Erfahrungen, Gewohnheiten und Überzeugungen zurück, die sich über viele Jahre entwickelt haben. Noch bevor wir bewusst nachdenken, hat unser Gehirn schon entschieden. Es wählt den Weg, den es kennt. Nicht unbedingt den besten. Sondern den vertrautesten.
Das ist keine schlechte Nachricht. Im Gegenteil. Es erklärt, warum Veränderung manchmal so schwerfällt. Und gleichzeitig macht es Hoffnung. Denn alles, was unser Unterbewusstsein gelernt hat, kann es auch wieder neu lernen. Genau deshalb reicht es nicht, nur zu wissen, was richtig wäre. Wir müssen unserem Unterbewusstsein die Chance geben, neue Wege kennenzulernen. Und das gelingt nicht durch einmalige Motivation, sondern durch konsequente Wiederholung.
Gewohnheiten sind stärker als gute Vorsätze
Jedes Jahr beobachten wir dasselbe Schauspiel. Zum Jahreswechsel fassen unzählige Menschen gute Vorsätze. Sie möchten mehr Sport treiben, gesünder essen, gelassener werden oder sich endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge nehmen. Die Motivation ist groß. Die Euphorie ebenfalls.
Und trotzdem sind viele dieser Vorsätze schon wenige Wochen später wieder verschwunden.
Lange Zeit glaubte ich, den Menschen fehle einfach die Disziplin. Heute sehe ich das anders. Motivation ist ein wunderbarer Anfang. Aber Motivation ist kein Fundament. Sie ist ein Gefühl. Und Gefühle verändern sich. Gewohnheiten dagegen bleiben. Sie laufen automatisch ab. Unser Gehirn liebt sie, weil sie Energie sparen. Deshalb gewinnen Gewohnheiten so gut wie immer gegen gute Vorsätze.
Genau deshalb beginnt nachhaltige Veränderung nicht mit noch mehr Anstrengung. Sie beginnt mit kleinen neuen Gewohnheiten, die wir bewusst immer wieder wiederholen. Aus einzelnen Gedanken entstehen mit der Zeit Überzeugungen. Aus Überzeugungen entstehen Entscheidungen. Aus Entscheidungen werden Gewohnheiten. Und genau diese Gewohnheiten bestimmen schließlich unser Leben.
Je länger ich Menschen begleite, desto klarer wird mir: Veränderung braucht Zeit. Nicht weil sie kompliziert wäre, sondern weil unser Gehirn Wiederholung braucht. Deshalb dauert mein Mentoring sechs Monate. Nicht, weil ich Menschen möglichst lange begleiten möchte, sondern weil ich weiß, dass nachhaltige Veränderung nicht an einem Wochenende entsteht. Sie wächst Schritt für Schritt – so wie ein Samen Zeit braucht, bis aus ihm ein starker Baum wird.
Unser Selbstbild bestimmt unsere Entscheidungen
Wenn ich Menschen frage, warum sie sich in bestimmten Situationen so verhalten haben, bekomme ich häufig sachliche Antworten. "Es war einfach vernünftig." Oder: "Ich hatte keine andere Wahl." Je länger wir miteinander sprechen, desto deutlicher wird jedoch, dass hinter diesen Entscheidungen dann etwas ganz anderes steckt. Es ist nicht die Situation selbst, die unser Handeln bestimmt. Es ist das Bild, das wir von uns selbst haben.
Unser Selbstbild ist wie eine unsichtbare Brille. Durch sie betrachten wir die Welt, andere Menschen und vor allem uns selbst. Wer sich als belastbar erlebt, geht Herausforderungen anders an als jemand, der tief in seinem Inneren überzeugt ist, den Anforderungen ohnehin nicht gerecht zu werden. Wer sich für wertvoll hält, setzt leichter Grenzen als jemand, der ständig das Gefühl hat, sich beweisen zu müssen. Und wer glaubt, Erfolg sei nur etwas für andere, wird unbewusst genau die Entscheidungen treffen, die dieses Bild bestätigen.
Deshalb reicht positives Denken allein nicht aus. Wir können uns noch so oft sagen, dass wir selbstbewusst, erfolgreich oder gelassen sein möchten. Solange unser inneres Selbstbild etwas anderes erzählt, wird unser Verhalten immer wieder dorthin zurückkehren. Genau das beobachte ich in meinen Mentorings immer wieder. Menschen verändern ihr Leben nicht in dem Moment, in dem sie einen neuen Gedanken hören. Sie verändern ihr Leben in dem Moment, in dem dieser Gedanke beginnt, Teil ihres Selbstbildes zu werden.
Das geschieht nicht durch Zufall. Es geschieht durch Wiederholung. Durch Gespräche. Durch neue Erfahrungen. Durch kleine Erfolge, die wir bewusst wahrnehmen. Und manchmal auch dadurch, dass jemand von außen an uns glaubt, bis wir selbst auch daran glauben können. Vielleicht ist genau das einer der größten Werte eines Mentorings. Es geht nicht darum, einem Menschen zu sagen, was er tun soll. Es geht darum, ihm dabei zu helfen, sich selbst mit neuen Augen zu sehen. Denn in dem Moment, in dem sich unser Selbstbild verändert, verändern sich fast wie von selbst auch unsere Entscheidungen.
Veränderung beginnt mit neuen Gedanken – nicht mit neuen Zielen
Zu Beginn eines neuen Jahres schreiben viele Menschen ihre Ziele auf. Sie möchten gesünder leben, erfolgreicher sein, mehr Zeit für die Familie haben oder endlich den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Ziele sind wichtig. Sie geben unserem Leben eine Richtung. Doch eines habe ich in den vergangenen Jahren gelernt: Neue Ziele allein verändern noch kein Leben.
Ich kenne Menschen, die sich jedes Jahr dieselben Vorsätze aufschreiben. Nicht weil sie unmotiviert wären, sondern weil sich ihr Denken nicht verändert hat. Sie verfolgen neue Ziele mit denselben Überzeugungen, denselben Gewohnheiten und demselben Selbstbild wie im Jahr zuvor. Und genau deshalb kommen sie immer wieder an denselben Punkt zurück.
Deshalb erkläre ich in meinen Mentorings anhand des Strichmännchens unsere Gedankenwelt. Denn unsere Gedanken sind der Ursprung von allem. Sie beeinflussen unsere Gefühle. Unsere Gefühle prägen unsere Entscheidungen. Unsere Entscheidungen werden zu Gewohnheiten. Und unsere Gewohnheiten bestimmen schließlich unsere Ergebnisse.
Wer nur seine Ziele verändert, verändert nur die Richtung auf dem Papier. Wer dagegen seine Gedanken verändert, verändert die Grundlage, auf der alle zukünftigen Entscheidungen entstehen. Deshalb fasziniert mich Thinking Into Results seit vielen Jahren so sehr. Es beginnt nicht bei Strategien. Es beginnt beim Menschen. Es beginnt dort, wo jede Veränderung ihren Ursprung hat – in unserem Denken.
Wer sein Denken verändert, verändert sein Leben
In den vergangenen Wochen habe ich auf LinkedIn immer wieder über Wiederholung geschrieben. Manche haben mich gefragt, warum ich dieses Thema so häufig aufgreife. Die Antwort ist einfach.
Weil ich überzeugt bin, dass genau dort der Schlüssel für nachhaltige Veränderung liegt. Ein Buch kann inspirieren. Ein Vortrag kann begeistern. Ein Podcast kann neue Perspektiven eröffnen. All das ist wertvoll. Doch wenn wir das Gehörte nicht vertiefen, nicht hinterfragen und nicht bewusst in unseren Alltag integrieren, bleibt es nur bei einer schönen Erkenntnis.
Deshalb hat mich der Erfahrungsbericht über die 580 Videos von Bob Proctor so begeistert. Er zeigt auf beeindruckende Weise, was geschieht, wenn wir uns über einen langen Zeitraum immer wieder mit denselben Gedanken beschäftigen. Irgendwann hören wir sie nicht mehr nur. Irgendwann beginnen wir, aus ihnen heraus zu denken.
Genau das ist auch mein Ziel als Mentorin.
Ich möchte Menschen nicht mit immer neuen Informationen versorgen. Davon gibt es heute mehr als genug. Ich möchte ihnen helfen, die richtigen Gedanken so lange zu vertiefen, bis sie zu einem Teil ihres Lebens werden. Deshalb erkläre ich Aussagen immer wieder. Deshalb betrachten wir dieselben Zusammenhänge aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Und deshalb begleite ich Menschen über mehrere Monate.
Nicht weil Veränderung kompliziert ist. Sondern weil sie Wiederholung braucht. Zwischen etwas zu hören und es wirklich zu verstehen, liegt der entscheidende Unterschied. Und zwischen etwas zu verstehen und danach zu leben, liegt der nächste. Genau dort beginnt Mentoring.
Fazit
Vielleicht hast du beim Lesen dieses Artikels an der einen oder anderen Stelle gedacht: "Das weiß ich eigentlich schon." Dann möchte ich dir dieselbe Frage stellen, die ich mir selbst immer wieder stelle: Willst du es tun oder tust du es?
Denn genau darin liegt der Unterschied. Wissen verändert unser Leben nicht. Erst das, was wir Tag für Tag denken, verinnerlichen und anwenden, verändert unser Leben nachhaltig.
Wenn du das Gefühl hast, dass in deinem Leben mehr möglich ist, du aber immer wieder in dieselben Muster zurückfällst, dann liegt das wahrscheinlich nicht daran, dass dir Wissen fehlt. Vielleicht fehlt dir jemand, der dich dabei begleitet, die richtigen Gedanken so lange zu vertiefen, bis sie zu deinen eigenen werden.
Genau das ist die Aufgabe meines Mission PolePosition Mentorings. Ich begleite Menschen dabei, die Zusammenhänge ihres Lebens zu erkennen, ihr Denken bewusst zu gestalten und Schritt für Schritt neue Gewohnheiten zu entwickeln. Nicht mit schnellen Erfolgsrezepten, sondern mit einem bewährten System, persönlicher Begleitung und der Überzeugung, dass nachhaltige Veränderung immer im Denken beginnt.
Denn wer sein Denken verändert, verändert sein Leben. Und vielleicht beginnt genau heute der erste Schritt auf diesem Weg.
Und genau dafür bin ich da, um dich auf diesem Weg zu begleiten, damit er auch gelingt. Melde dich gerne jederzeit bei mir – per E-Mail oder telefonisch. 👉 office@maria-prinz.com oder +43 699 12312303
Ich nehme mir gerne Zeit für dein Anliegen und wir schauen gemeinsam, was für dich der nächste stimmige Schritt sein kann.
“Erst wenn wir beginnen, die Zusammenhänge zu erkennen und die Gedanken bewusst im Alltag anzuwenden, verändert sich unser Denken.”
Die eigentliche Veränderung beginnt dort, wo du dein Denken bewusst steuerst. Wenn du diesen Schritt gehen willst, begleite ich dich dabei.